Realität ist...




das, was man als gegeben, als "Wahrheit" betrachtet, mit dem man am Besten klar kommt, versucht klar zu kommen, das, was die Mehrheit so betrachtet, das, was einem aufgedrängt wird, den gesellschaftlichen Regeln entsprechend, das was nicht widerlegbar scheint, einen hohen Energieaufwand bedeutet, will man sich dem unterordnen, das, was als Spinnerei abgetan wird, wenn man nicht mit der Welle schwimmt, was "als Dach über dem Kopf haben", als "Essen auf dem Tisch bekommen" bezeichnet wird, das was das Herz, die Herzlichkeit als Träumerei ins Abseits schiebt, das was Macht, und das Streben danach als entgültiges Ziel propagandiert, Materialismus, Geld und Luxus zum Ergebnis haben soll, aber auch der Versuch, der Glaube daran,dass die sogenannten Spinnereien, Träume zu IHR werden können.

Realität ist, den leichten Weg gehen, den die meisten gehen. Sie ist Treppen und Hürden zu umwandern, um am Ende des Regenbogens den vermeintlichen Schatz, Erfolg zu finden.
An diese Realität wird sich so festgeklammert, dass Hoffnung, Zufriedenheit und Miteinander kaum noch möglich sind.
Gefördert wird diese Art Realität durch Medien, durch Wirtschaft und alle Politiker und Menschen, die dieses System unterstützen, und nicht merken, nicht kapieren, nicht mehr fähig sind zu erkennen, nicht mehr fähig und bereit sind, da raus zu kommen.

In der sogenannten "zivilisierten Welt" wird dem Menschen quasi aufgezwungen so zu leben. Wenn sich jemand dagegen stellt, wird im harmlosen Fall nur gesagt, er könne ja wo anders hingehen, wenn es ihm hier nicht zusagt, dort, wo er das leben kann, was er möchte.
Aber niemand hat das Recht, das System anzuzweifeln, noch zu behaupten, es sei schlecht, oder gar falsch!

Aber, wie ist es damit, dass man die Krankheiten dieses Systems erkennt, benennt, und gar noch ändern möchte?
Wie steht es damit, dieses Jammern über die Unzulänglichkeiten des Systems nicht mehr hören zu wollen, und statt dessen Lösungen zu bieten, die den Menschen mehr und mehr zufriedener machen würden?
Und was bedeutet es, wenn man in so einen System hineingeboren wurde, und so nach und nach, aus dem Gefühl heraus, da stimmt was nicht, aus einem Gefühl heraus, das schon Jahrzehnte andauert, ein Bewusstsein entwickelt, das in Worte fassen zu können, was man quasi schon immer gewusst hat?
Stimmt es wirklich, dass Geld das Erstrebenswerteste ist, weil man ohne es nichts zu Essen hat, keine Bleibe und all das nicht erhalten kann, was als wichtig vorgespielt, proklamiert wird?
Was ist das für eine Realität, die das Miteinander gar nicht in seinen Gesetzmäßigkeiten beachtet, gar nicht gestattet?
Millionen werden für Werbung ausgegeben, für Dinge, "die jeder haben muss". Geld wird für Technik ausgegeben, andere zu töten, Geld wird für Krankheiten ausgegeben, die erst durch dieses System entstanden sind, viel, viel Geld.
Aber wenn man etwas verschenkt, oder jemanden gegenüber hilfsbereit ist, dann wird man angesehen, als ob man vom Mars kommt. Was "Normalität" sein sollte schwindet ob der Übermacht unnatürlicher Gebaren.

Die Macht dieser Welt ist so groß, dass es heißt, das notwendige Bremsen für Rehe ist verboten, wenn dadurch das Auto zu Schaden kommt (an einen Baum fährt). Notwendiger Schutz für Menschen an gefährlichen Stellen wird erst eingerichtet, wenn dort jemand zu Tode gekommen ist.
Zeit und Geschwindigkeit wird noch wichtiger gemacht, missbraucht, indem die Menschen mit Dingen zugeschüttet werden, schon von Kindheit an, und niemand merkt, dass das Herzliche dabei immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird.

Die Herzlichkeit Heute bedeutet den Wert, den man verschenkt.

So zugeschüttet, dass unsere Kinder gar nicht den Wert eines Dinges schätzen lernen, dass sie gar den Wert der Natur überhaupt nicht verstehen können. Nicht nur die Kinder, auch die sogenannten "Erwachsenen", die über ihre Kindheit erhaben sind, sie sind ja nun in die Wirklichkeit eingetreten, wo es ums Überleben geht, die das sagen, was schon Generationen davor gesagt haben, "es gehört sich nicht", "das ist kindisch..."
Da schaue ich auf Jesus, am Kreuz, der als das Symbol gilt für das Miteinander, die Herzlichkeit, und unabhängig davon, wie groß der Glaube an irgendwelchen Gott ist, wieviel Geld die Kirche auch einnimmt, wieviel Kriege im Namen des Glaubens geschehen sind, immer noch geschehen, und erkenne nur, dass das Gegenteil normal ist.
Und Ihr sagt mir, ich soll Euch in Ruhe lassen, und doch einfach wo anders hingehen, damit Ihr weiter in diesem Sumpf Eurer Realität leben könnt?
Ihr wollt mir weismachen,dass der Spruch "Carpe Diem" zu Eurer Hymne geworden ist, Eure Weisheit darüber, mit diesem System klar zu kommen?
Ein Kind wird verhungert, andere werden lebenslang geschändet, technische Errungenschaften werden aus wirtschaftlichen Gründen kaum auf seine Gefahren hin getestet, und schnell vermarktet?
Wozu?
Kann mir jemand das genau erklären?
Ich sage Euch, jedes Eurer Argumente kann ich widerlegen, kann aufzeigen, was unnormal ist, jedes!
Ihr behauptet, solche Gedanken sind unnormal, weil sie Euch das wegnehmen könnten, woran Ihr Euch so festklammert, weil alle das so sehen, bin ich ein Spinner.
Was soll ich aus meiner Situation heraus erst über Euch denken?

Und da ist der Unterschied.
Ich sage nicht, dass Ihr Spinner, Träumer seid, aber die Schwäche, die Ihr mir zusprecht, wenn ich hilfsbereit bin, wenn ich versuche den friedlichen Weg zu gehen, die kreide ich Euch an, wenn Ihr Dinge benötigt, Stellungen, immer haben müsst, wenn Ihr Eure Partner bevormundet, misshandelt, wenn Ihr gewalttätig seid, nicht nur körperlich, auch verbal.

Das ist also Eure Realität!
Stolz könnt Ihr darauf sein.
Ja wirklich, was Ihr alles in den Jahrhunderten geschafft und geleistet habt, Jahrtausenden, seit Ihr hier auf dieser Erde lebt, echt super.

Ihr fragt nicht nach, wie das alles so entstehen konnte, Ihr nehmt es einfach hin, als gegeben, als Realität.

Könnt Ihr nicht anders?
Ist Euer Gehirn nicht fähig dazu, ist es der lange Generationswechsel, der das verhindert?
Die Evolution scheint bei anderen Lebewesen jedenfalls schneller Fähigkeiten zu entwickeln, sich anzupassen.
Da wird auf das Umfeld schneller reagiert.

Ach ja, ich vergesse immer wieder, dass ich auch zu diesen Menschen gehöre, diesen unfähigen, die in dieser Realität leben.
Nur schmecken tut sie mir überhaupt nicht, und ich tu was dagegen.
Ich arbeite hart daran, sie zu ändern, wenn auch nur für mich.